Viersen: Politische Duftmarke
03.04.2008
Viersen: Politische Duftmarke. Alle Jahre wieder: Pünktlich zur Vorweihnachtszeit wird von manchem Viersener Politiker zur Jagd auf Omas Waldi geblasen, wenn dieser mit Frauchen die städtischen Viersener Friedhöfe betritt. Doch: Vielleicht wird bei besagter Polit-Überlegung wieder das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Denn: Will die Stadt konsequent sein, muss sie auf den Friedhöfen kontrollieren und bei Verstößen Bußgelder eintreiben. Das kostet Personal. Da bleiben Fragen: Wenn diese Mitarbeiter sowieso eingesetzt werden müssen, warum nicht mit Blick auf jene Hundebesitzer, die die duftenden Hinterlassenschaften ihres Vierbeiners achtlos liegen lassen? Und hier sind wir gleich beim Thema: Warum sollen solche Kontrollen eigentlich nur auf dem Friedhof durchgeführt werden? Überall lassen Hunde ihre Häufchen in Viersen fallen und die warten darauf, von vielen Schuhen zertreten und durch die Stadt verteilt zu werden. Wer kümmert sich um Spielplätze und -wiesen, auf denen eigentlich die Kinder regieren sollen, es parallel dazu aber bestialisch zum Himmel stinkt? Fakt ist: Hier kann jeder Ratsherr dauerhaft seine positive (politische) Duftmarke hinterlassen, wenn er auch diese Probleme anpackt und löst. JOACHIM NIESSEN
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