Duisburg: Vermisstenfall oder Tötungsdelikt?
03.04.2008
Duisburg: Vermisstenfall oder Tötungsdelikt?. Die Charlottenstraße in Hochfeld: Hier, auf der Hinterseite des Duisburger Rotlicht-Viertels, lebte zeitweise der 48-jährige Pole Andrzej R. Die Polizei vermutet, dass er Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist. Seit dem 28. November ist der 48-Jährige spurlos verschwunden. In der Wohnung an der Charlottenstraße habe man Spuren gefunden, die eindeutig auf ein Gewaltverbrechen hindeuten. Welche Spuren dies genau sind, wollte Polizeisprecher Achim Blättermann gestern auf Anfrage der RP aus ermittlungstaktischen Gründen nicht konkretisieren. Das ist Täterwissen, so Blättermann. Immerhin müssen die Spuren so gravierend sein, dass die Polizei davon ausgeht, Andrzej R. könnte tot sein. Beweisen lässt sich dies noch nicht, seine Leiche wurde noch nicht gefunden. Licht ins Dunkel bringen könnte vielleicht ein 52-jähriger Landsmann des Polen, den die Polizei festnahm. Er gilt als dringend tatverdächtig, so dass die Staatsanwaltschaft gestern Haftbefehl erließ. Der 52-Jährige wurde gestern vernommen, zunächst ohne konkretes Ergebnis. Weder von Andrzej R. noch von seinem Wagen, einem silbernen Ford Mondeo Kombi mit dem polnischen Kennzeichen RBR 38 GE, gibt es eine Spur. Sicher scheint indes, dass der Festgenommene zuletzt in diesem Auto gesehen wurde. Die jetzt eingerichtete Mordkommission Charlottenstraße fragt nun: Wer kann Angaben zum Aufenthaltsort von Andrzej R. machen? Wer kennt Bekannte des Vermissten? Wer kann Angaben zum Verbleib des Autos machen? Der Vermisste ist etwa 1,70 Meter groß, korpulent, hat kurzes braunes Haar mit deutlicher Stirnglatze, einen Oberlippen- und Kinnbart. Er hat blaue Augen und ein lückenhaftes Gebiss. Der verschwundene Wagen hat leichte Unfallschäden am Heck. Ein Foto des vermutlich Getöteten Andrzej R. ist auf der Internetseite der Polizei (www.polizei-duisburg.de) zu sehen.
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